Zur Parallele der russischen Kriegsführung von 1812 und 1915 : Nachtrag zu dessen Denkschrift: "Über den Einfluss Ludwig v. Wolzogens auf die russischen Kriegsführung von 1812" von 1912

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laſſen und die barbariſche, unmenſ<hli<he, gen Himmel ſchreiende Grauſamkeit, mit der die heutigen Ruſſen verförpert in Seiner Kaiſerlichen Hoheit dem Großfürſten Nicolai Nicolajewitſch, den Krieg niht nur in Oſtpreußen, ſondern in threm eigenen Lande, auh auf dem Boden des „heiligen“ Rußland und mit {hma<voller Aufopferung von Frauen und Kindern zur De>ung fliehender ruſſiſcher Krieger führten.

7. Zum anderen iſt zutreffend der blöde Haß (1812 und 1915 jeweils unter Führung eines Großfürſten) gegen das deutſche Weſen, dem Rußland ſo unendlih viel, ſogar ſein Herrſcherhaus (!), verdankt, und die unalaubli<h große Rückſtändigkeit Rußlands in allen Dingen, welche eigentliche Kultur anbetreffen, gegenüber der deutſchen Kultur, für die Deutſchland zum Heil Europas und der geſamten Welt gegen die Überflutung durch aſiatiſchen Barbarismus mit Gottes allmächtigem Beiſtand ſo erfolgreich kämpfte, daß die ruſſiſhe Streitmacht wohl bald für genügende Zeit „erledigt“ ſein wird.

Möchten doch die jezt in Rußland maßgebenden Perſönlichkeiten angeſichts der Tatſache, daß die militäriſche Lage ganz und gar anders iſt, als ſie ſfih dieſelbe dachten und als ſie dieſelbe mit aller Macht und Anſtrengung herbeizuführen ſuchten, — mutatis mutandis — die Worte ſprechen, die Alexander am 8. November 1812 an die Großfürſtin Katharina ſchrieb:

>Dieu a tout fait c’est lui qui a changé la face des choses ... en faisant tomber sur la tête de (hier müßte es dann ſtatt Napoléon heißen) la Russie tous les malheurs qu'elle (ftatt il) avait preparés pour (ſtatt nous) les Allemands.

G. Braunſche Hofbuchdru>kerei, Karlsrube i. B.